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Impressionen "Kermisdahl - Wetering" |
29. & 30. August 2009 |
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Rheinische Post vom 29. August 2009 Die Kiste für den Wanderer Zwölf Kunstwerke sind am Voltaire-Weg ausgestellt. Die Objekte wurden von Künstlern im „ArToll Sommerlabor" erstellt. Am, neben und über dem Weg sind die Werke zum Teil begehbar und zum Anfassen. Eröffnung am 30. August, 15 Uhr im ArToll Kunstlabor, Einleitung: Jan Hoet VON KATRIN HAAS (weitere Veranstaltungshinweise, pdf-Datei, 1.163 kb) |
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BEDBURG-HAU Hoch über den Wanderern schaukelt ein Schiff im Wind. Vier Meter ist das Holzboot lang, die Wanderer schauen von unten, als wären sie unterhalb der Wasseroberfläche. Das Schiff hängt in den Bäumen über dem Voltaire-Weg und ist das Werk des niederländischen Künstlers Vincent van Delft. Vierzehn Künstler haben im „ArToll Sommerlabor" in Bedburg-Hau vier Wochen lang gearbeitet, jetzt werden die Werke am, neben und über dem Voltaire-Weg auf dem Stück von Bedburg-Hau bis Schloss Moyland ausgestellt. Von Sonntag, dem 30. August, bis Samstag, 31. Oktober, können die Arbeiten ausprobiert und genutzt werden. Ein Weg führt in ein überdimensionales Nest aus Weidenzweigen, der Mittelpunkt der Mulde ist unter der Erde. In diesem Schutzraum liegt eine Baumwurzel, Aluminiumfarbe lässt sie wie Metall aussehen. Das Werk von Andreas Hetfeld steht am Rande des Voltaire-Wegs in Richtung Schloss Moyland. „Ichbox" Ein weiteres Werk ist ein begehbarer, schwarzer Holzquader, die „Ichbox". Vier Seiten sind geschlossen, die Decke jedoch fehlt, sodass der Besucher von einer Liege aus in den Himmel schauen kann. Die Kiste ist die vierte in einer Reihe von Kommunikationskisten der Künstlerinnen Dini Thomsen und Inge König-Gausepohl. Der Kriegsgeschichte des Waldes widmete sich Guda Koster. Lebensgroße Puppenkinder in Camouflagekleidung sitzen auf den Bäumen. Später erfuhr sie, dass dort wirklich früher Kinder gespielt haben. Wörter wie „Boom", die an Bombeneinschläge erinnern, hat Koster Comics entnommen. Diese Wörter, nachgebildet aus Holz und Teppich, schwimmen auf einem Waldsee. Mit Voltaire selbst hat sich Marijke Schlehbusch beschäftigt. In der philosophischen Fabel von „Candide" von Voltaire wird der Optimismus mit dem ständigem Kommentar „Es ist gut, wie es ist" sarkastisch auf die Schippe genommen. Das setzt Schlehenbusch mit einem Floß um, das in einem Regenrückhaltebecken festsitzt. Menschliche Körperteile aus Ton werden am Voltaireweg und im Wald auftauchen, ein Werk von Yvette Ahsmann. Der Voltaire-Weg verbindet Kleve und Schloss Moyland, die Strecke der Ausstellung ist ungefähr vier Kilometer lang. Schon bei den Aufbauarbeiten hätten viele Erwachsene und Jugendliche interessiert nachgefragt. Bei dem „Nestprojekt" von Andreas Hetfeld halfen Jugendliche des Jugendheims Lupe in Bedburg-Hau mit. Werke erzählen Geschichte Das Kunstlabor „ArToll" startete 1994 in den Rheinische Kliniken. Das Sommerlabor findet schon seit Jahren statt. Das verbreite sich wie im Schneeballsystem. Es seien alte aber auch neue Künstler mit dabei. Das Sommerlabor gehört in diesem Jahr mit zu der Aktion des Kulturvereins e.V. „Different places, diffe-rent stories". Alle Objekte erzählen den Wanderern auf dem Voltaire-Weg ihre Geschichte. |
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