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"Kermisdahl - Wetering"

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Die Lösung

Die Lösung für die Galleien: Der Gartenbetrieb zieht an die Kalkarer Straße. Die Glashäuser vor der Klever Silhouette verschwinden. Im Anschluss an die Galleienbebauung können fünf neue Häuser auf bis zu 1000 Quadratmeter großen Grundstücken gebaut werden. Der Zugang zum Kermisdahl bleibt offen. Der Gartenbaubetrieb baut an der Kalkarer Straße auf privatem Grundstück.

Grenzland Post  vom 9. April 2008

Lösung für Naturdenkmal

Die Klever Grünen ziehen eine positive Bilanz zur Diskussion über die Galleien: Man habe einen Großbetrieb verhindert, eine positive Umweltbilanz und eine attraktive Lösung für einen Klever Betrieb gefunden.

VON MATTHIAS GRASS

Unverwechselbarer Blick über die Galleien auf Schwanenburg und Stiftskirche in Kleve.

RP-ARCHIVFOTO: STADE

KLEVE Es geht um ein Stück Klever Natur, die zugleich auch ein Stück Klever Natur ist: Die Galleien. Hier legte Prinz Moritz einen großen Teil seines Gartens an, über den er blickte, wenn er vom Papenberg auf seine Residenz schaute. Sie ist ein Stück Natur, das Kleve ausmacht - als Vorspiel der Ebene zum grandiosen Abschluss mit den Klever Hügeln, Burg und Kirche und der unvergleichlichen Silhouette. „Wir haben in der Diskussion um das Baurecht für die Galleien eine gute Lösung mit einer positiven Bilanz gefunden, die auch verhindern kann, dass die Galleien bebaut werden", resümierte gestern im RP-Gespräch Grünen-Sprecher Michael Bay.

Die positive Bilanz sagt eindeutig: Es werden mehr Flächen entsiegelt als versiegelt. „Die 10000 Quadratmeter Glashausfläche vor dem Kermisdahl wird geräumt. Wir gestatten im Gegenzug, dass auf 5000 Quadratmeter Baugrund entsteht, auf den fünf Einfamilienhäuser gebaut werden dürfen. Gleichzeitig kann der Betrieb auf einem privaten Grundstück an der Kalkarer Straße ansiedeln und Verkaufsräume einrichten", rechnet Bay. Bleiben unter dem Strich über 4000 Quadratmeter entsiegelte Fläche. Die positive Bilanz.

Gartenbaubetrieb

Damit habe man das Natur- und Kulturdenkmal Galleien deutlich aufgewertet - der Blick führt nicht mehr auf Glashausflächen. Gleichzeitig hat man dem hiesigen Gartenbaubetrieb eine attraktive Lage an der Kalkarer Straße ermöglicht und die dortige Ansiedlung eines zusätzlichen, fast 12000 Quadratmeter großen Gartendiscount-Centers aus dem Südkreis, verhindert. „Wir waren damals die einzige Fraktion, die damals in nichtöffentlicher Sitzung gegen dieses Vorhaben gestimmt hat", sagt Bay. Doch schon bald hatten die Grünen nicht nur den Klevischen Verein im Boot, für eine verträgliche Lösung in den Galleien zu streiten, sondern auch die Kollegen der CDU. „Die schwarz-grüne Koalition hat in Kleve funktioniert", sagt Bay.

Jetzt wollen die Grünen, so sagt Wiltrud Schnütgen, für die Grünen im Rat und Mitglied des Klevischen Vereins, initiieren, dass kein weiteres Baurecht für die Galleien möglich sein wird: „Das wäre ein schöner Abschluss", sagt sie. Denn der Landschaftsschutz gilt nur für einige Bereiche. Wobei die Diskussion um die Galleien noch nicht ganz beendet ist:. Dort soll ein Regenrückhaltebecken gebaut werden, das von einem zwei Meter hohen Zaun umgeben wird. Eine Anlage, die die historische Ansicht Kleves möglicherweise empfindlich stört. „Wir werden eine Anfrage stellen, ob dies an dieser Stelle überhaupt nötig ist", so Schnütgen.