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"Kermisdahl - Wetering"

 

NRZ vom 17. April 2010

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Ohne privates Engagement wäre die Vollendung des Voltaireweges nicht möglich gewesen.

Foto: Heinz Holzbach

Auf den Wegen Voltaires

Der Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering stellte gestern das neue Besucherleitsystem für den Wanderweg vor

Andreas Gebbink

Bedburg-Hau. Manchmal muss man hartnäckig sein. Gerlinde Semrau-Lensing lässt sich nicht so leicht abwimmeln, wenn es um ihren Voltaireweg geht. Die treibende Kraft des Arbeitskreises Kermisdahl-Wetering ist eine „engagierte Nervensäge" (Marketingfrau Ute Schulze-Heiming), die in den vergangenen sechs Jahren in Kleve und Bedburg-Hau eine Menge bewegt hat. Gestern stellte der Arbeitskreis das neue Besucherleitsystem vor, das den Weg vom Papenberg bis zum Schloss Moyland weisen wird. Der Wanderweg, der in Kleve Prinz-Moritz-Weg heißt und in Bedburg-Hau Voltaire-Weg, ist gut neun Kilometer lang und verbindet die Klever Galleien mit dem Schloss Moyland in Bedburg-Hau. Für knapp 400000 Euro wurde das Landschaftsprojekt realisiert und wird im Mai offiziell abgeschlossen. Drei Informationstafeln und neun Stelen werden entlang des Weges aufgestellt. Die Tafeln informieren über den Loosenhof, die römische Geschichte Qualburgs, Haus Rosendal, die evangelische Schlosskirche, Schloss Moyland und den Katzenberg. Die Tafeln werden mit Abbildungen aus der Sammlung Angerhausen, historischem Kartenmaterial aus dem Staatsarchiv Düsseldorf und einem Voltaire-Porträt aus Versailles versehen. Große Findlinge weisen dem Wanderer den Weg. Hierfür benötige man noch weitere Spenden, so Gerlinde Semrau-Lensing.

Bereits vermarktet

Ute Schulze-Heiming, die den neuen Wanderweg schon in Magazinen vermarktet, betonte, dass man Menschen wie Gerlinde Semrau-Lensing benötige, die sich für eine Sache intensiv engagieren. Es sei schwer, Gelder zu bekommen, um solche Projekte zu finanzieren. Den Wanderweg hat die Karl-Kisters-Stiftung mit 50000 Euro gefördert. Die NRW-Stiftung trug 100000 Euro bei und die Gemeinden Bedburg-Hau und Kleve erhielten jeweils 75000 Euro als Förderung.