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Nachrichten "Kermisdahl - Wetering"
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Eine Sammlung von Voltaire - Zitaten - Aphorismen o.ä. |
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Alle Menschen sind klug – Ich mag keine Helden – sie machen zu viel Lärm in der Welt. Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich genug. Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren. Alles was Du sagst, sollte wahr sein – aber - Wir sind verantwortlich für das, was wir tun – aber Gewohnheit, Sitte und Brauch sind stärker als die Wahrheit. Lasst uns für unser Glück sorgen: Ich mag verdammen, was Du sagst - aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, Eines Tages wird alles gut sein – das ist eine Hoffnung. Es ist gut, wie es ist! - das sagt nur, wer an die Unveränderlichkeit der Gesetzgebung glaubt. Es gibt keine unbestrittene Wahrheit. Besser man riskiert, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen. (Zadig oder Das Schicksal, Kap. 6; Es ist gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Catalogue pour la plupart des écrivains français qui ont paru dans Le Siècle de Louis XIV, pour servir à l'histoire littéraire de ce temps, "Le Siècle de Louis XIV", 1752; Original franz.: Il est dangereux d’avoir raison dans des choses où des hommes accrédités ont tort. Wörtlich übersetzt: Es ist gefährlich in Dingen recht zu haben, in denen die etablierten Autoritäten unrecht haben.) Wenn es Gott nicht gäbe, so müsste man ihn erfinden. (Brief an den Autor der "Drei Betrüger", Original franz.: "Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer.") Die Zeit heilt alle Wunden. (Der ehrliche Hurone, Kap. 20; Original franz.: "Le temps adoucit tout.") Die Tugend wohnt im Herzen und sonst nirgends. (Die Briefe Amabeds, 1. Brief von Amabed nach seiner Gefangenschaft; Original franz.: "La vertu est dans le coeur, et non ailleurs.") Um zu sprechen, muss man denken, zumindest annäherungsweise. (Micromégas, Kap. 6; Original franz.: "Pour parler, il faut penser, ou à peu près) Am Grunde eines Problems sitzt immer ein Deutscher. Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen. Das Glück ist nur ein Traum, und der Schmerz ist wirklich. Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths. Der Fortschritt von Fluß zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum. Der Mensch wird ohne Grundsätze, aber mit der Fähigkeit geboren, sie alle in sich aufzunehmen. Die Arbeit hält drei große Laster fern: Langeweile, Laster und Not. Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken. Die Erde wimmelt von Menschen, die nicht wert sind, dass man mit ihnen spricht. Die Liebe ist der Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat. Die Worte sind für die Gedanken, was das Gold für die Diamanten ist: nötig, um sie zu fassen. Aber sie bedürfen ihrer wenig. Dieses Leben ist ein fortgesetzter Kampf, und die Philosophie ist das einzige Heilpflaster, das man auf die Wunden legen kann, die man von allen Seiten empfängt: es heilt nicht, aber es lindert; und das ist viel. Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen. Ein Augenblick der Geduld kann vor großem Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerstören. Alle Kriege sind nur Raubzüge. Eine unterdrückte oder zurückgedrängte Leidenschaft bricht hervor, die befriedigte Liebe versteht, sich zu verbergen. Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion. Ertragen wir das Leben, das keine große Angelegenheit ist. Fürchten wir den Tod nicht, er ist noch viel weniger. Es gibt keine unbestrittene Wahrheit. Es gibt keine wahren Genüsse ohne wahre Bedürfnisse. Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen. Es ist komisch, daß kein Mensch mit Esprit ein Glück möchte, das auf Dummheit gegründet ist, und doch ist es klar, daß man dabei einen guten Tausch machen würde. Freundschaft ist die Ehe der Seelen. Geschichte ist wenig mehr als ein Bild der menschlichen Untaten und Unglücke. Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich wie Dummheit mit guten Manieren. Ich fürchte, mich zu kennen, und kann mich doch nicht ignorieren. Ich weiß nicht, was das sein mag, das ewige Leben. Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz. In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen. In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen ist schon wieder ein Irrsinn. Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit. Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt. Leidenschaft und Rachsucht behalten sehr oft auch über den Eigennutz die Oberhand. Liebe tilgt jeden Eigennutz. Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird. Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse. Nichts Besseres könnte den Menschen geschehen, als von Philosophen beherrscht zu werden. Verwendet nie ein neues Wort, sofern es nicht drei Eigenschaften besitzt: Es muss notwendig, es muss verständlich und es muss wohlklingend sein. Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt was zu verdienen. Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt. Wer dem Verbrechen Nachsicht übt, wird sein Komplize. Wer nicht den Verstand seines Alters hat, der hat das ganze Unglück seines Alters. Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich genug. Wird man es für möglich halten, daß es bei den Papisten Gerichtshöfe gegeben hat, die so schwachsinnig, niederträchtig und barbarisch waren, arme Bürger zum Tode zu verurteilen, die kein anderes Verbrechen begangen hatten, als in der Fastenzeit Pferdefleisch gegessen zu haben? Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren. Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde. Thema: Natur und Kunst
KB und GSL 2009 - 2010 Stand: 28.01.2010 |
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