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"Kermisdahl - Wetering"

Pressebericht: Grenzland Post vom 18.08.2012

Auf den Spuren Kleves verschollener Berge

von Luisa Ossmann

Gerlinde Semrau-Lensing freut sich auf Helfer für die ehrenamtliche Arbeit am Gartendenkmal Butterdenkmal.

RP-FOTO: Gerhard Evers

KLEVE Zugewachsen unter Brombeersträuchern, altem Gestrüpp und Geäst liegt ein Teil der Klever Gartengeschichte versteckt - der Butterberg. Die „Waldpark Arbeitsgemeinschaft Neuer Tiergarten will diesen Teil der Klever Gartenanlagen, die einst als Vorzeigebild barocker Gartenkunst galten, wieder erlebbar machen. Deshalb rufen Gerlinde Semrau-Lensing und Josef Gietemann von der Arbeitsgemeinschaft für Montag, 20. August, von 9 bis 13 Uhr, zum „Arbeitseinsatz" auf dem Butterberg im Tiergartenwald auf.

Ob Spaziergänger oder besonders kulturbewusste Klever - zur gemeinschaftlichen Renovierung des Klever Butterberges sind alle eingeladen, die sich für die Klever Gartenlandschaft einsetzen möchten. Verpflegung und Werkzeuge wie Astschere, Zweizinker und Arbeitshandschuhe sollten selber mitgebracht werden, sagt die Arbeitsgemeinschaft „Waldpark".

Ziel der Aktion unter der Federführung des Klever Forstes und der Patenschaft des Heimatvereins Rindern in Absprache mit den Denkmalbehörden ist es, so die Arbeitsgemeinschaft, den Butterberg wieder sichtbar zu machen und die zugewachsene Aussicht freizulegen. Wege sollen von altem Holz und Brombeersträuchern befreit werden, um Hinweisschilder zur Geschichte der Landmarke aufstellen zu können.

Der Butterberg, ursprünglich mit Aussichtsplattform und Pavillon ausgestattet, bietet noch heute einen besonderen Blick auf die Niederung, Rindern, Gnadenthal und Elten, weiß die „Waldpark Arbeitsgemeinschaft":. Dieses besondere Aussichtspanorama soll man bald wieder genießen können. Nach dem Vorbild der Sternberg-Rekonstruktion setzen sich bereits seit Jahren der Patenverein Rindern, der Klever Forst, die Waldpark Arbeitsgemeinschaft und engagierte Bürger aus Kleve und Umgebung für die Wiederherstellung der schönen Aussicht ein. Neben dem Butterberg arbeitet die „Waldpark Arbeitsgemeinschaft Neuer Tiergarten" an weiteren Projekten, um historische Klever Berge wie den Mühlenberg und den Spielberg wieder als Aussichtspunkte nutzen zu können.

Rätselhaft bleibt nur der Ursprung des Namens „Butterberg". Die Arbeitsgemeinschaft interpretiert ihn als Symbol für die Hoffnung auf Nahrung und Wohlstand im 17. Jahrhundert - die „Butterseite" als Vision von besseren Zeiten nach Jahren des Krieges.

Treffpunkt für den nächsten Arbeitseinsatz auf dem Butterberg ist der kleine Parkplatz rechts vorn Amphitheater.. Von dort führt rechts neben dem Fontänenbecken ein Sandweg hoch zum Butterberg.