Veranstaltungen

"Kermisdahl - Wetering"

Pressebericht

über die offizielle Übergabe des Besucherleitsystems zum Voltaire-Weg am 15.Mai 2010 im Museum Schloss Moyland.

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Voltaire wieder in Schloss Moyland

Endlich strahlte die Sonne über Kleve und Moyland, als sich ca. 40 Wanderer am Rathaus Bedburg-Hau trafen, um auf dem Voltaire-Weg zum Schloss Moyland zu wandern. Ludger Baumann und Willibrord Janßen für den Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering begleiteten die Wanderer entlang der neuen Infotafeln, Stelen und Findlinge.

Im schönen Ambiente der Vorburg von Museum Schloss Moyland wurde der Festakt mit dem bekannten Flötenduett von Friedrich dem Großen durch Franziska Daamen und Carina Meisters , vor mehr als 100 Gästen eröffnet.

In seiner Begrüßung stellte Werner van Ackeren vom Vorstand des Klevischen Verein für Kultur und Geschichte Gäste und Ehrengäste aus der Region und den benachbarten Niederlanden vor: Prof. Dr. Wilfried Stichmann von der NRW-Stiftung, Baron und Baronin von Steengracht, Honorarkonsul a. D. Hermann von Ameln als Schirmherrn der Wanderwege, Frau Ilsabeth Grötschel vom Kuratorium der Kisters-Stiftung, Bürgermeister Peter Driessen und weitere Ehrengäste.

In seinem Rückblick spannte Werner van Ackeren den Bogen von den Anfängen des Wanderweges, dem von Gerlinde Semrau-Lensing gestellten Bürgerantrag, die Bereitschaft eines großen Expertenkreises, die im Arbeitskreis über all die Jahre ehrenamtllich mitwirkten, die großzügen Spenden der Kisters-Stiftung und die von Frau Karla Hartwig gespendeten Brücken, die dem Vorhaben gleich zu Beginn der Planungen einen großen Anschub gaben.

Wichtig war auch die Mithilfe des Forstes, des Deichverbandes und der Pioniere der Moritz von Nassau-Kaserne, Emmerich und der erste Teil der notwendigen Entschlammung des Kermisdahls.

Die Begeisterung für die Rückgewinnung dieses Klever Kulturerbes hat alle Beteiligten immer wieder motiviert.

In launigen Worten gab Adrian Baron von Steengracht einen Rückblick über die Geschichte von Schloss Moyland, über seine Vorfahren und die Erfahrungen mit Preußen. Baron Steengracht freute sich, dass die Wege nun Moyland und Kleve verbinden. Raum genug für Naturliebhaber und Philiosophenfreunde. "Wir hier in Moyland sind früher wie heute selbstverständlich auch Klever Bürger – das sind wir immer gewesen!"

Bürgermeister Driessen lobte das Engagement des Arbeitskreises für den gemeindenüber-greifenden Wanderweg bis nach Moyland, der nun ein Teil des Jacobsweges sei. Er freute sich über den Erholungswert und den touristischen Stellenwert des Voltaire-Weges in der Region.

Neben den Informationstafeln in zwei Sprachen sind dreisprachige Info-Blätter mit herrlichen Foto-Ansichten längs des Weges entstanden.

Ein ergänzendes Projekt sind die Wegehinweise auf Findlingen entlang des Voltaire-Weges.

Kiesgruben der Region stifteten die Findlinge, Gewerbetreibende gaben ihren Obolus, Mitarbeiter der Fa. Tripp in Bedburg-Hau versahen die Findlinge mit Wegehinweisen. Eine Attraktion ist die Sonnenuhr auf dem Weg vom Loosenhof zum Waldmannspfad.

Prof. Dr. Wilfried Stichmann von der NRW-Stftung hob in seinem Festvortrag das überaus große Engagement des Arbeitskreises – ganz besonders die Leistung von Frau Gerlinde Semrau-Lensing, hervor. Die NRW-Stiftung habe gerne – gemeinsam mit der Kisters-Stiftung - das Besucherinfo-System von Kleve bis Moyland gefördert.

Das Programm endete mit einem Zwiegespräch: Voltaire (Wilfried Szubries) wird von einem heutigen Zeitgenossen (Guido Rous) interviewt. Die amüsanten Dialoge bezogen sich auch auf Themen von Heute: Der wache Geist und die spitze Zunge Voltaires waren unüberhörbar – Voltaire lebt – er könnte auch heute verschlafenes Bürgertum wecken.

Zum Abschluß gab es einen kleinen Imbiß für alle mit einer besonderen Überraschung:

Arbeitskreis-Freund Dieter Cammans hatte eine köstliche Voltaire-Torte in Buchform kreiert und alle konnten ein Stückchen davon kosten.

 

Kleve, den 17.5.2010 GL+KB