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Veranstaltungen "Kermisdahl - Wetering" |
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NRZ vom 17. Mai 2010 |
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Wege in die Geschichte Mit der festlichen Übergabe des Besucherleitsystems ist das Projekt Voltaire-Weg abgeschlossen Andreas Daams |
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Moyland. „Kleve ist das schönste Fleckchen Erde, und die Kunst hat seine natürlichen Gegebenheiten verschönt." Es ist ein historischer Satz, geschrieben im Jahr 1750 von keinem Geringeren als dem französischen Philosophendichter Voltaire: Eine der Kräfte, die daran arbeiten, dass dieser Satz im Jahr 2010 nicht allzu absurd klingt, ist der Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein für Kultur und Geschichte. Er sorgte zuletzt für den Prinz-Moritz-Weg, der von der Schwanenburg zum Papenberg führt, und für den Voltaire-Weg, über den man vom Papenberg bis zum Schloss Moyland laufen kann. Nun wurde im Museumscafe das Besucherleitsystem feierlich übergeben. Auf Tafeln und Stelen finden Spaziergänger und Wanderer Informationen zur Geschichte der Region. „Alle Wege wären im Sand verlaufen, wenn Gerlinde Semrau-Lensing nicht immer wieder ihre Weggefährten motiviert hätte", stellte Werner van Ackeren, Vorstand des Klevischen Vereins, in seiner Begrüßung fest. Semrau-Lensing hatte 2003 einen Bürgerantrag bei der Stadt Kleve gestellt und in der Folge bewiesen, dass man mit Engagement und Beharrlichkeit gute, gemeinnützige Ziele erreichen kann. Adrian Baron von Steengracht erinnerte an die Begegnung von Voltaire mit Friedrich dem Großen zu Moyland, auf die der Weg Bezug nimmt. Naturschub und Heimatpflege „Es ist eine große Freude, ein Werk vollendet zu sehen, das sich über viele Jahre vorbereitet hat." Peter Driessen, Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau, lobte die Initiatoren: „Ich bewundere das, was Sie geleistet haben." Vor allem die finanzielle Unterstützung der NRW-Stiftung hatte das Besucherleitsystem erst ermöglicht. Prof. Dr. Wilfried Stichmann, Vorstandsmitglied der Stiftung, betonte, dass der Kreis Kleve bis dahin mehr als alle anderen Kreise von der Stiftung profitiert hätte, nämlich durch die Förderung von mehr als 50 Vorhaben mit insgesamt etwa 6,5 Millionen Euro. Aber im Fall des Voltaire-Wegs sei der Vorstand schnell der Meinung gewesen, dass hier Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege besonders gut zusammenpassen. Die zahlreichen Gäste durften sich zwischendurch immer wieder an passender Musik erfreuen. Franziska Daamen und Carina Meisters spielten hübsche Flötenduette des Voltaire-Zeitgenossen Michel Corette und von Friedrich dem Großen höchstselbst. Persönlich war sogar Voltaire nach Moyland geeilt. Wilfried Szubries (als spottsüchtiger Voltaire) und Guido Rous ' als Fragesteller hatten einige Sottisen zusammengetragen, die merkwürdig aktuell anmuteten. „Früher fuhr man für den päpstlichen Segen nach Rom", sagte Voltaire, „heute holt man sich den Segen in China." Und wenn das alles nicht helfe, grinse man die Schwierigkeiten einfach weg. Viele Lacher. |
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